Unsere Rebsorten

In unseren Weinbergen werden auf einer Fläche von über 3 ha die unterschiedlichsten Rebsorten angebaut.1 ha Rebfläche ist auf dem Egelsberg zu finden, 2 ha an der Limburg und ein kleiner Teil von einigen ar werden in Hepsisau angebaut. Dabei überwiegt mit 56 % die weiße Traube.

 

Anbaufläche der Weißweintrauben (1,8 ha):

 

None

Anbaufläche der Rotweinsorten (1,37 ha):

 

None

Kerner:

Aus den Rebsorten Trollinger und Riesling gezüchtet entstand 1929 in Württemberg die Sorte Kerner. In Anlehnung an den Vater der Neuzüchtung, August Herold, wurde der Kerner zunächst „weißer Herold“ genannt. Inzwischen wurde der Weiße in Gedenken an den schwäbischen Dichter Justinus Kerner wieder umbenannt und ist nun in allen deutschen Weinbaugebieten heimisch.
Weine aus Kerner funkeln meist hell- bis strohgelb im Glas. Obwohl die aus Kerner gekelterten Weine einem Riesling sehr ähnlich sind, duften sie etwas aromatischer. Am Gaumen zeigt sich der Wein recht säurebetont, gleichzeitig überzeugt Kerner mit einem feinen Aroma fruchtiger Noten wie Birne, grüner Apfel, Johannisbeere oder Aprikose. Seine milde weiche Säure passt besonders gut zu leichten Vorspeisen, aber auch zu sommerlichen Salaten, zu Fisch, hellem Fleisch, Spargelgerichten und jungem Käse. Spätlesen überzeugen durch ihrer Süße und passen besonders gut zu fruchtigen Desserts.

 

Müller-Thurgau:

Professor Hermann Müller aus dem Schweizer Kanton Thurgau verdankt sie ihre Existenz und ihren Namen. Müller, der von 1850 bis 1927 lebte, züchtete1882 in der Forschungsanstalt Geisenheim diese Rebsorte. Dieser Wein ist auch unter der Bezeichnung Rivaner zu finden was sich aus den beiden Züchtungssorten Riesling und Silvaner zusammensetzt. Neuere Genuntersuchungen deuten jedoch zweifelsfrei darauf hin, dass ihm die Züchtung durch eine Kreuzung von Riesling x Madeleine royale gelang.
Die Rebsorte reift früh und liefert süffige, manchmal blumige, mit einem feinfruchtigen Muskataroma versehene Weine. Die Säure fällt eher mild, bei Weinen nördlicher Herkunft mitunter auch etwas betonter aus. In der Farbe sind sie blassgelb bis hellgelb.
Tragen sie die Bezeichnung Rivaner auf dem Etikett, so kann man davon ausgehen, dass es sich um einen trockenen, eher jugendlichen, leichten und frischen Wein handelt. Müller-Thurgau-Weine sind meist unkomplizierte Alltagsweine, die gut mit zart-aromatischen Speisen harmonieren.

 

Silvaner:

Der Silvaner gelangte im 17. Jahrhundert aus dem Donauraum nach Deutschland, er ist eine Kreuzung aus Traminer und „Österreichisch Weiß“.
Silvaner ist Vielfalt. Ein unkomplizierter Sommerwein, ein geschmeidiger, cremiger Barriquewein, ein gut entwickeltes, elegantes und lebhaftes Grosses Gewächs oder ein intensiver lang anhaltender Edelsüßer. Er verbindet die erdigen Töne mit zarten fruchtigen Aromen und milder Säure.
Charakteristisch für Silvaner-Weine ist ein feiner Duft, der an Kräuter oder auch Stachelbeeren erinnert und manchmal vom Aroma frischen Heus begleitet wird. Es sind in der Regel leichte Weine mit dezent-duftigem Aroma, die nicht zuletzt wegen ihrer milden Säure sehr geschätzt sind und somit auch sehr gut zu Spargel und Fisch harmonieren.
Auf schweren Böden kann sich der Silvaner zu einem körperreichen Wein entwickeln, der eine gewisse Opulenz und einen ausgeprägten Duft von reifen Birnen und Artischocken mitbringt und so auch als Begleiter zu gehaltvolleren Speisen willkommen ist.

 

Riesling

Der Riesling ist eine natürliche (spontane) Kreuzung mit den Partnern Heunisch, Gewürztraminer sowie der Echten Wilden Weinrebe.
Die längste Rieslingtradition haben wohl die Winzer im Rheingau und an der Mosel; von dort gibt es historische Dokumente, die auf die Jahre 1435 bzw. 1465 zu datieren sind.
Gerätselt wird nach wie vor über die Namensableitung. Das Wort Riesling könnte mit Verrieseln, mit reißender Säure, mit „edles Reis“ oder mit Rusling (dunkles Holz) in Zusammenhangstehen.
Der „typische“ Riesling zeigt eine blassgelbe, ins grünlich-gelbe tendierende Farbe, im Duft dominieren Pfirsich oder Apfel, im Mund spürt man eine rassige Säure. 
Junge, leichte Rieslingweine, trocken bis fruchtig süß, sind ideale Sommerweine. Trockene bis halbtrockene Rieslinge passen besonders gut zu leichten Gerichten, Fisch, gekochtem Fleisch und Geflügel.

 

Souvignier Gris

Souvignier gris ist eine Weißwein Traube und gehört zu der Familie der Burgunder Sorten. Durch die Kreuzung von „Cabernet Sovignon“ und „Bronner“ hat sie die rosa Beeren. Sie schmeckt fruchtig – süß und hat eine späte Reife. Die Rebe ist teilresistent und gehört zu den Pilzwiderstandsfähigen Trauben – genannt „Piwi“.
Die Weine des Souvignier gris sind meist gehaltvolle Weißweine, welche an Weißburgunder oder Grauburgunder erinnern.

 

 

Spätburgunder:

Die Rebsorte Spätburgunder oder Pinot Noir zählt zur Burgunderfamilie, ihre Abstammung ist jedoch noch ungeklärt. Sie gehört wohl zu den frühesten, aus den Wildreben ausgelesenen Sorten im westlichen Mitteleuropa und gibt es möglicherweise seit über 2000 Jahren.
Die Sorte wird vornehmlich als trockener Rotwein ausgebaut, teilweise auch mit einer gewissen Restsüße.
Spätburgunderweine schmecken vollmundig und samtig, haben ein fruchtiges Aroma und Nuancen von Mandel. Der typische Spätburgunder hat einen leicht süßlichen Duft nach roten Früchten, von Erdbeere über Kirsche und Brombeere bis hin zur schwarzen Johannisbeere. Bei Barriqueweinen kommen Vanille-Zimt-Anklänge hinzu.
Spätburgunder Rotweine sind ideal für die kühlere Jahreszeit. Man trinkt sie bei 16 bis 18 Grad. Kräftige Varianten begleiten am besten Braten, Wild oder auch eine Käseplatte.

 

Acolon:

Acolon ist eine sehr junge, aber edle Rebe welche 1971 aus den Rebsorten Lemberger und Dornfelder gezüchtet wurde.
Die Farbe des Weines geht von einem tiefdunklen Violett bis beinahe Schwarzrot. Auch die Aromen zeigen sich ausdrucksstark, würzig, intensiv, marmeladig und reichen von Brombeeren, schwarzen Johannisbeeren, Wachholder, bis hin zu Kakao, Lakritze, Tabak und Gewürznelken.
Ein kräftiger Acolon passt hervorragend zu würzigem Käse oder geschmorten, heimischen Fleischgerichten wie Schweine- oder Rinderbraten mit konzentrierten Saucen. Auch zu Roastbeef in Meerrettich, zu würzigen Pastagerichten, zu gegrilltem, fetthaltigen Fisch oder sogar zur rotweingetränkten Birne ist der Acolon ein perfekter Begleiter.

 

Dornfelder

Dornfelder ist eine relativ junge Neuzüchtung von August Herold, welcher 1955 die Rebsorten Helfensteiner und Heroldrebe kreuzte. Benannt ist sie nach dem Kameralverwalter Immanuel Dornfeld, dem Gründer der Weinbauschule Weinsberg
Der Wein zeigt sich in einem intensiven dunkel- bis blaurot und präsentiert fruchtige Aromen von Waldbeeren, Pflaume und reifen Kirschen. Das Mundgefühl ist wegen der geringen Gerbstoffe und der verhaltenen Säure besonders weich und harmonisch. Unkompliziert, mild und herrlich fruchtig – so lässt sich die beliebte Rebsorte wohl am besten beschreiben – und wird im Sommer gut gekühlt getrunken.
Werden Dornfelderweine jedoch im Holzfass ausgebaut, so gewinnt er an Kraft und Eleganz und passt wunderbar zu kräftigem Braten, Wild oder Geflügel. 

 

Portugieser

Diese alte Rebsorte wurde im 18. Jahrhundert in der Steiermark kultiviert. Der Legende nach soll sie zuvor von Portugal nach Österreich gelangt sein. Bei der letzten Analyse wurde herausgefunden dass sie eine Kreuzung aus Blaue Zimmettraube und Grüner Silvaner ist.
Weine aus Portugieser sind meist rubinrot und bestechen durch ihre fruchtig-samtige Art. Aufgrund der milden Säure und der geringen Tannine entstehen harmonische Alltagsweine. Typisch für die Rebsorte sind Aromen von frischen Beeren wie Himbeere, Johannisbeere, Preiselbeere, Sauerkirsche sowie Holunderblüte, Nelke, einem Hauch von Pfeffer und ein feinwürziges, blumiges Bukett.
Der Portugieser passt hervorragend zu leichten Speisen, wie milder Wurst und milden Käsesorten, sowie zu Schnitzel. Beliebt ist er auch zu Tafelspitz, gebackenem Camembert oder diversen Fischgerichten.

 

Zweigelt

Im Jahr 1922 gelang Prof. Dr. Friedrich Zweigelt in Klosterneuburg (Österreich) aus den Sorten Blaufränkisch und St. Laurent die erfolgreiche Züchtung der neuen Rebsorte Zweigelt. Sie ist Österreichs meistgepflanzte Rotweinsorte.
Die Farbe dieses Rotweins zeigt ein dunkles Rotviolett. Zweigelt-Weine gelten als substanzreich und haben ein fruchtig-samtiges Bouquet. Sehr prägnant sind die Vanille- und Sauerkirsch-Aromen, aber auch zarte Anspielungen von Pfeffer, Cassis oder Zimt steigen Genießern beim Zweigelt in die Nase.
Bei hoher Reife entstehen weiche, vollmundige und langlebige Weine. Hochwertige Weine werden auch im Barrique ausgebaut.
Als vorzüglicher Partner passt er zu Pasta-Gerichten, knusprig gebratener Ente, zu Variationen von Schweinefilet und auch zum Verfeinern von Soßen.

 

Regent

Regent ist eine pilzwiderstandsfähige Rebsorte (Piwi) und wurde 1967 in der Südpfalz aus den Sorten Diana (Kreuzung aus Silvaner und Müller-Thurgau) und Chambourcin gezüchtet.
Im Glas funkelt Wein aus Regent-Trauben tiefrot bis schwarz. Bei hochwertigem Lesegut erfolgt der Ausbau im Barriquefass.
Geschmacklich lässt sich der Regent mit dem Merlot vergleichen. Samtige Tannine umspielen den Gaumen und der Wein duftet vor allem nach Kirsche, Cassis und Johannisbeere. Regent-Weine sind sehr körperreich und lassen sich daher am besten zu kräftigen Fleischgerichten wie Lamm-, Wild- oder Rinderbraten genießen. Aber auch würzige Salami oder lang gereifter Käse begleitet der Rote ganz hervorragend.

Impressum | Datenschutz | WGI